Stabalizing Interactions
Person
Datierung
2026
Objektbezeichnung
Skulptur
Material
Keramik (Holz, Textil, Füllwatte, Faden)
Maße
Gesamt: Höhe: 80 cm; Breite: 60 cm; Tiefe: 15 cm
Bereitstellende Institution
Stiftungen der Sparkasse Holstein
Inventarnummer
810
Beschreibung
Die Skulptur besteht aus einer rechteckigen Form, auf Holz gespanntes, fliederfarbenes Textil wird mit Füllwatte unterfüttert. Darauf scheint lediglich drapiert, Karamikelemente, die ebenfalls Textilformen umschließen, umspannen, frei geben. Im oberen rechten Teil findet sich ein kleiner oranger Ring. der einen farblichen und formalen Akzent setzt.
Aus der Ausstellung:
Julia Schulze Darup
Fifty Fifty
06.06. - 12.07.2026
In ihrer künstlerischen Praxis erforscht Julia Schulze Darup räumliche und emotionale Spannungsverhältnisse. An der Schnittstelle von Skulptur und Installation schafft sie Beziehungen – zwischen Körpern, Materialien und sozialen Strukturen. Durch die Kombination von Keramik und Textil werden tradierte Zuschreibungen von Stärke und Verletzlichkeit, Härte und Weichheit sowie Halt und Instabilität offengelegt.
Körperliche Zustände werden erfahrbar und offenbaren sowohl Beziehungen und Abhängigkeiten als auch Distanzen und Leerstellen. In diesem Kontext hinterfragt Schulze Darup, welche Lasten getragen, welche Verbindungen gehalten und welche Strukturen neu gedacht werden müssen. Ein zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Bedeutung von transgenerationalen Prozessen in Familiensystemen, verbunden mit Fragen zu genetischer Vererbung. In diesem Zusammenhang untersucht die Künstlerin Momente der Ungewissheit ebenso wie Abwägungen zwischen Verschmelzung und Eigenständigkeit. Ihr Interesse gilt dabei den Gesten des Tragens, Haltens und Loslassens.
Julia Schulze Darup (*1991 in Coesfeld) hat im Studienschwerpunkt Bildhauerei an der HFBK Hamburg und der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen studiert. Ihre Werke wurden bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen, sowie im Rahmen von Einzelausstellungen im Kunstverein Harburger Bahnhof und der Galerie Bittel von Jenisch in Hamburg gezeigt.
Weitere Informationen
Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn